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Geführtes Atemtraining (Breathwork)

Stress reduzieren, besser regenerieren und den Schlaf unterstützen

Die Atmung ist eng mit dem vegetativen Nervensystem verbunden. Während schnelle, flache Atmung häufig mit Stressreaktionen einhergeht, kann eine langsame und kontrollierte Atmung den Parasympathikus aktivieren. Dieser Teil des Nervensystems ist für Entspannung, Regeneration und Schlaf verantwortlich.

Geführtes Atemtraining, auch als Breathwork bezeichnet, nutzt diesen physiologischen Zusammenhang gezielt. Durch strukturierte Atemmuster wird die Atemfrequenz reduziert und der Körper in einen Zustand erhöhter Entspannung versetzt. Dies kann helfen, Stress zu reduzieren, innere Unruhe zu regulieren und die nächtliche Erholung zu verbessern.

Atemtraining zur Stressregulation

Chronischer Stress führt häufig zu einer dauerhaft erhöhten Atemfrequenz. Diese schnelle und flache Atmung kann die Aktivität des sympathischen Nervensystems verstärken und Stressreaktionen aufrechterhalten.

Durch bewusst verlangsamte Atmung kann die körperliche Stressreaktion gezielt beeinflusst werden. Studien zeigen, dass eine Atemfrequenz von etwa 4 bis 6 Atemzügen pro Minute die Herzfrequenzvariabilität erhöhen und die parasympathische Aktivität stärken kann.

Dies kann unter anderem unterstützen:

  • Reduktion von Stressreaktionen
  • Verbesserung der emotionalen Regulation
  • Förderung der körperlichen Regeneration
  • Stabilisierung der Herz-Kreislauf-Regulation
  • Unterstützung für Schlaf und Erholung

Stress und innere Anspannung zählen zu den häufigsten Ursachen für Ein- und Durchschlafprobleme. Atemtraining kann vor dem Schlafengehen helfen, den Körper gezielt in einen Zustand der Entspannung zu versetzen.

Langsame, rhythmische Atmung kann dabei unterstützen:

  • Gedankenkreisen zu reduzieren
  • die Herzfrequenz zu senken
  • die Aktivität des Parasympathikus zu erhöhen
  • das Einschlafen zu erleichtern
  • Regelmäßig angewendet kann Atemtraining außerdem zur allgemeinen
  • Stressregulation und zur Verbesserung der nächtlichen Regeneration beitragen.

Der moonbird® – geführtes Atemtraining mit taktiler Unterstützung

Der moonbird® ist ein handlicher Atemtrainer, der durch sanfte rhythmische Bewegungen die Atmung führt. Das Gerät dehnt sich in der Hand aus und zieht sich wieder zusammen. Beim Ausdehnen wird eingeatmet, beim Zusammenziehen ausgeatmet. Dadurch entsteht ein ruhiger und gleichmäßiger Atemrhythmus.

Der moonbird® kann ohne Bildschirm verwendet oder mit der zugehörigen App gekoppelt werden. In der App lassen sich Veränderungen von Herzfrequenz (HR) und Herzfrequenzvariabilität (HRV) während des Atemtrainings in Echtzeit beobachten.

Der Atemtrainer kann beispielsweise eingesetzt werden:

  • zur Stressreduktion im Alltag
  • zur Unterstützung beim Einschlafen
  • bei innerer Unruhe oder Anspannung
  • zur Förderung von Entspannung und Regeneration
  • Durch die einfache Anwendung kann Atemtraining unkompliziert in den Alltag
  • integriert werden.

moonbird® Atemtrainer

Der moonbird® unterstützt ein geführtes Atemtraining durch sanfte, rhythmische Bewegungen und hilft dabei, eine langsame und gleichmäßige Atmung zu etablieren. Dadurch kann er zur Stressreduktion, zur Förderung von Entspannung und zur Unterstützung der Schlafvorbereitung eingesetzt werden.

Fachinformation für medizinisches Fachpersonal

Die Atmung steht in enger Verbindung mit dem autonomen Nervensystem. Während eine schnelle und oberflächliche Atmung häufig mit einer Aktivierung des sympathischen Nervensystems und damit verbundenen Stressreaktionen einhergeht, kann eine langsame und kontrollierte Atmung die Aktivität des parasympathischen Nervensystems fördern. Dieser Anteil des autonomen Nervensystems ist maßgeblich an Entspannungsprozessen, vegetativer Regulation sowie an Regeneration und Schlaf beteiligt.

Geführtes Atemtraining, häufig auch als Breathwork bezeichnet, nutzt diesen physiologischen Zusammenhang gezielt. Durch strukturierte Atemmuster wird die Atemfrequenz reduziert und ein gleichmäßiger Atemrhythmus etabliert. Dies kann zu einer Aktivierung parasympathischer Regulationsmechanismen beitragen und somit eine Entspannungsreaktion des Organismus unterstützen.

Atemtraining zur Stressregulation

Chronischer psychischer oder physischer Stress kann mit einer dauerhaft erhöhten Atemfrequenz und einer oberflächlichen Atmung einhergehen. Diese respiratorischen Muster können wiederum die Aktivität des sympathischen Nervensystems verstärken und bestehende Stressreaktionen stabilisieren.

Eine bewusst verlangsamte und rhythmische Atmung kann die autonome Regulation positiv beeinflussen. Untersuchungen zeigen, dass eine Atemfrequenz von etwa vier bis sechs Atemzügen pro Minute mit einer erhöhten Herzfrequenzvariabilität (HRV) und einer verstärkten parasympathischen Aktivität assoziiert sein kann.

Eine regelmäßige Anwendung entsprechender Atemtechniken kann unter anderem unterstützen:

  • Reduktion physiologischer Stressreaktionen
  • Verbesserung der emotionalen Regulation
  • Förderung vegetativer Regenerationsprozesse
  • Stabilisierung der kardiovaskulären Regulation
  • Unterstützung für Schlaf und Erholung

Psychische Anspannung, Stress sowie vegetative Aktivierung zählen zu den häufigen Ursachen von Ein- und Durchschlafstörungen. Atembasierte Entspannungsverfahren können vor dem Schlafengehen eingesetzt werden, um eine physiologische Entspannungsreaktion zu fördern.

  • Langsame und rhythmische Atmung kann dabei unterstützen:
  • Reduktion kognitiver Aktivierung und Gedankenkreisen
  • Senkung der Herzfrequenz
  • Aktivierung parasympathischer Regulationsmechanismen
  • Erleichterung des Einschlafprozesses
  • Bei regelmäßiger Anwendung kann Atemtraining zur allgemeinen Stressregulation sowie zur Verbesserung der nächtlichen Erholung beitragen.

moonbird® – Atemtrainer mit taktil geführtem Atemrhythmus

Der moonbird® ist ein handgehaltener Atemtrainer, der durch sanfte rhythmische Expansion und Kontraktion einen gleichmäßigen Atemrhythmus vorgibt. Während sich das Gerät ausdehnt, erfolgt die Einatmung; während der Kontraktion wird die Ausatmung durchgeführt. Auf diese Weise wird eine langsame und rhythmische Atemführung unterstützt.

Der Atemtrainer kann unabhängig von digitalen Endgeräten verwendet oder mit der zugehörigen mobilen Anwendung gekoppelt werden. In der App können Veränderungen der Herzfrequenz (HR) sowie der Herzfrequenzvariabilität (HRV) während des Atemtrainings in Echtzeit visualisiert werden.

 

Anwendungsgebiete des moonbird® Atemtrainers

Mögliche Anwendungsbereiche des Atemtrainers umfassen unter anderem:

  • Unterstützung der Stressregulation im Alltag
  • Vorbereitung auf den Schlaf und Förderung der Entspannung
  • Anwendung bei innerer Unruhe oder vegetativer Anspannung
  • Förderung von Entspannungs- und Regenerationsprozessen
  • Durch die einfache Handhabung kann geführtes Atemtraining niedrigschwellig in den Alltag integriert werden.

moonbird® Atemtrainer

Der moonbird® unterstützt ein geführtes Atemtraining durch taktile Rhythmusvorgabe und fördert eine langsame, gleichmäßige Atmung. Dadurch kann das Gerät zur Unterstützung von Entspannungsprozessen, zur Stressregulation sowie zur Vorbereitung auf den Schlaf eingesetzt werden.

Quellen:

[1] NIH - National Library of Medicine; Jerath R, Edry JW, Barnes VA, Jerath V. Physiology of long pranayamic breathing: neural respiratory elements may provide a mechanism that explains how slow deep breathing shifts the autonomic nervous system. Med Hypotheses. 2006;67(3):566-71. doi: 10.1016/j.mehy.2006.02.042. Epub 2006 Apr 18. PMID: 16624497; Website: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16624497/; abgerufen am 30.03.2026.

[2] NIH - National Library of Medicine; Lehrer PM, Vaschillo E, Vaschillo B. Resonant frequency biofeedback training to increase cardiac variability: rationale and manual for training. Appl Psychophysiol Biofeedback. 2000 Sep;25(3):177-91. doi: 10.1023/a:1009554825745. PMID: 10999236; Website: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10999236/; abgerufen am 30.03.2026.

[3] NIH - National Library of Medicine; Shaffer F, Ginsberg JP. An Overview of Heart Rate Variability Metrics and Norms. Front Public Health. 2017 Sep 28;5:258. doi: 10.3389/fpubh.2017.00258. PMID: 29034226; PMCID: PMC5624990; Website: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29034226/; abgerufen am 30.03.2026.

[4] NIH - National Library of Medicine; Tsai HJ, Kuo TB, Lee GS, Yang CC. Efficacy of paced breathing for insomnia: enhances vagal activity and improves sleep quality. Psychophysiology. 2015 Mar;52(3):388-96. doi: 10.1111/psyp.12333. Epub 2014 Sep 19. PMID: 25234581; Website: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25234581/; abgerufen am 30.03.2026.

[5] NIH - National Library of Medicine; Laborde S, Allen MS, Göhring N, Dosseville F. The effect of slow-paced breathing on stress management in adolescents with intellectual disability. J Intellect Disabil Res. 2017 Jun;61(6):560-567. doi: 10.1111/jir.12350. Epub 2016 Dec 9. PMID: 27933677; Website: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27933677/; abgerufen am 30.03.2026.

[6] NIH - National Library of Medicine; Honinx E, Meys M, Broes S, Van Langenhoven L, Janssens R, Huys I, Oswald V, Annen J, Laureys S, Martial C, Gosseries O. The effectiveness and user preferences of two tactile breathing devices in reducing stress in stressed individuals: A mixed methods study. Int J Clin Health Psychol. 2025 Jul-Sep;25(3):100603. doi: 10.1016/j.ijchp.2025.100603. Epub 2025 Jul 9. PMID: 40808975; PMCID: PMC12343360; Website: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12343360/; abgerufen am 30.03.2026.

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Atemtrainer zur Stressbewältigung

FAQ | Geführtes Atemtraining (Breathwork)

Geführtes Atemtraining, auf Englisch Breathwork, ist eine Methode, bei der die Atmung bewusst verlangsamt und in einem gleichmäßigen Rhythmus gesteuert wird. Geführt bedeutet, dass eine Anleitung den Rhythmus vorgibt, zum Beispiel per Audio, App oder Gerät. Eingesetzt wird Atemtraining vor allem zur Entspannung im Alltag.

Quelle: Frontiers in Human Neuroscience; Zaccaro A, Piarulli A, Laurino M, Garbella E, Menicucci D, Neri B, Gemignani A. How breath-control can change your life: A systematic review on psychophysiological correlates of slow breathing. Front Hum Neurosci. 2018;12:353. doi: 10.3389/fnhum.2018.00353; Website: https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fnhum.2018.00353/full ; abgerufen am 04.05.2026.

Ja, Atemübungen werden häufig als Teil der Abendroutine genutzt, um vor dem Schlafengehen zur Ruhe zu kommen. Bei anhaltenden Ein- oder Durchschlafproblemen bitte ärztlich abklären lassen, denn dahinter kann eine behandlungsbedürftige Ursache stehen.

Quelle: National Institutes of Health (NIH); Tsai HJ, Kuo TBJ, Lee GS, Yang CCH. Efficacy of paced breathing for insomnia: enhances vagal activity and improves sleep quality. Psychophysiology. 2015;52(3):388–396. doi: 10.1111/psyp.12333; Website: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25376591/ ; abgerufen am 04.05.2026.

Eine feste Vorgabe gibt es nicht. Häufig wird mit kurzen Einheiten von wenigen Minuten begonnen, die sich gut in den Alltag einbauen lassen.

Quelle: Frontiers in Psychology; Ma X, Yue ZQ, Gong ZQ, Zhang H, Duan NY, Shi YT, Wei GX, Li YF. The effect of diaphragmatic breathing on attention, negative affect and stress in healthy adults. Front Psychol. 2017;8:874. doi: 10.3389/fpsyg.2017.00874; Website: https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyg.2017.00874/full ; abgerufen am 04.05.2026.

Nein, Atemübungen können grundsätzlich ohne Hilfsmittel durchgeführt werden. Manche Menschen nutzen eine Anleitung per App oder ein Gerät, das den Rhythmus vorgibt. Der moonbird® ist ein solcher Atemtrainer: Er liegt in der Hand und gibt den Atemrhythmus durch Ausdehnen und Zusammenziehen vor.

Quelle: National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH); Relaxation Techniques: What You Need To Know. 2022; Website: https://www.nccih.nih.gov/health/relaxation-techniques-what-you-need-to-know ; abgerufen am 04.05.2026.

Atemübungen werden in einer bequemen Haltung und ohne Anstrengung durchgeführt. Treten Schwindel, Kribbeln, Atemnot oder Unwohlsein auf, die Übung unterbrechen und normal weiteratmen. Bei Herz-, Lungen- oder psychischen Erkrankungen bitte vorher mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen, ob und wie geübt werden kann.

Quelle: National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH); Relaxation Techniques: What You Need To Know. 2022; Website: https://www.nccih.nih.gov/health/relaxation-techniques-what-you-need-to-know ; abgerufen am 04.05.2026.

Langsame Atmung kann die Aktivität des Parasympathikus erhöhen, die Herzfrequenzvariabilität (HRV) verbessern und die autonome Regulation stabilisieren.

Quelle: Frontiers in Human Neuroscience; Zaccaro A, Piarulli A, Laurino M, Garbella E, Menicucci D, Neri B, Gemignani A. How breath-control can change your life: A systematic review on psychophysiological correlates of slow breathing. Front Hum Neurosci. 2018;12:353. doi: 10.3389/fnhum.2018.00353; Website: https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fnhum.2018.00353/full ; abgerufen am 04.05.2026.

Beim langsamen Atemtraining wird häufig mit etwa sechs Atemzügen pro Minute geübt, in Studien oft mit vier bis sechs. Zum Vergleich: In Ruhe atmen Erwachsene meist etwa 12 bis 20 Mal pro Minute. Welcher Rhythmus angenehm ist, ist individuell, die Atmung sollte nie erzwungen werden.

Quelle: Vaschillo E, Vaschillo B. Resonant frequency biofeedback training to increase cardiac variability: rationale and manual for training. Appl Psychophysiol Biofeedback. 2000;25(3):177–191. doi: 10.1023/A:1009554825745; Website: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10999279/ ; abgerufen am 04.05.2026.

Atemtraining wird unter anderem im Kontext von Stressregulation, Angst, Schlafstörungen, kardiovaskulärer Regulation und allgemeiner Entspannungsförderung untersucht.

Quelle: Frontiers in Human Neuroscience; Zaccaro A, Piarulli A, Laurino M, Garbella E, Menicucci D, Neri B, Gemignani A. How breath-control can change your life: A systematic review on psychophysiological correlates of slow breathing. Front Hum Neurosci. 2018;12:353. doi: 10.3389/fnhum.2018.00353; Website: https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fnhum.2018.00353/full ; abgerufen am 04.05.2026.

Biofeedback bedeutet, dass Körpersignale gemessen und sichtbar gemacht werden, zum Beispiel die Herzfrequenz oder die Herzfrequenzvariabilität. Die Herzfrequenzvariabilität, kurz HRV, beschreibt, wie stark der Abstand zwischen zwei Herzschlägen von Schlag zu Schlag schwankt. Manche Atemtrainer messen solche Werte und zeigen sie in einer App an, so lässt sich der Verlauf des eigenen Trainings beobachten. Die angezeigten Werte sind keine medizinische Diagnose.

Quelle: Gevirtz R. Heart rate variability biofeedback: how and why does it work? Front Psychol. 2014;5:756. doi: 10.3389/fpsyg.2014.00756; Website: https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyg.2014.00756/full ; abgerufen am 04.05.2026.

Nein. Geführtes Atemtraining ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Es kann ergänzend zur Entspannung im Alltag eingesetzt werden. Bei körperlichen oder psychischen Beschwerden bitte ärztlichen oder psychotherapeutischen Rat einholen.

Quelle: National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH); Relaxation Techniques: What You Need To Know. 2022; Website: https://www.nccih.nih.gov/health/relaxation-techniques-what-you-need-to-know ; abgerufen am 04.05.2026.
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