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Asthma

Chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege

Das Asthma bronchiale (von griechisch ἆσθμα, „Atemnot", oft auch vereinfachend nur "Asthma" genannt), ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege, bei der eine dauerhafte Überempfindlichkeit besteht. Die Erkrankung ist mit einer passenden Therapie reversibel, also rückbildungsfähig. Bei veranlagten Personen führt diese Entzündung zu anfallsartiger Luftnot infolge einer Verengung der Atemwege - einer sogenannten Bronchialobstruktion. Verursacht wird diese Atemwegsverengung durch eine erhöhte Sekretion von Schleim, Verkrampfung der Muskeln der Bronchien und einer Bildung von Ödemen der Bronchialschleimhaut. Die Zunahme der Empfindlichkeit der Atemwege und schlussendlich die Entzündung ist einer Vielzahl von Reizen geschuldet. Etwa fünf Prozent der Erwachsenen und ca. sieben bis zehn Prozent der Kinder sind von dieser Erkrankung betroffen, weltweit sind es ca. 300 Millionen Menschen.

Unterschieden wird Asthma bronchiale in zwei Formen:

  • allergisches Asthma
  • nicht-allergisches Asthma

In Reinform kommen diese jedoch nur bei etwa zehn Prozent der Patienten vor, bei der Mehrheit wird eine Mischform beider Arten beobachtet. Während bei Kindern das allergische Asthma häufiger ist, tritt im Alter häufiger die nicht-allergische Form auf. Es wurde festgestellt, dass Zigarettenrauch in der elterlichen Wohnung Asthma begünstigt.

Allergisches Asthma

Das allergische exogene Asthma wird bei entsprechender genetischer Veranlagung zu einer Überempfindlichkeitsreaktion durch äußere Reize (allergieauslösende Stoffe in der Umwelt, sogenannte Allergene) ausgelöst. Zu diesen Allergenen zählen u.a. Pollen, Schimmelpilze oder Haustaubmilben. Kinder von Eltern, die beide an allergischem Asthma leiden, haben ein Erkrankungsrisiko von 60−80%. Heuschnupfen (saisonale allergische Rhinitis) kann auf die unteren Atemwege übergreifen und dort zu Asthma führen, dies wird „Etagenwechsel“ genannt. Ist das allergische Asthma saisonal bedingt, wird eine Therapie nur in der Allergiesaison durchgeführt - angefangen bei Beginn der Symptome bis hin zu 4 Wochen nach Saisonende.


Nicht-allergisches Asthma

Das nicht-allergische endogene Asthma kann hingegen durch andere Reize verursacht werden: 

  • Infektionen (meist der Atemwege)
  • Einwirkung von giftigen (toxischen) oder irritierenden Stoffen (Lösungsmittel, kalte Luft, Zusatzstoffe und anderem)
  • besondere körperliche Anstrengung (Ausdauersport)
  • Refluxerkrankung (Rückfluss von Magensäure)

Manche Zusammenhänge und weitere Ursachen sind derzeit noch nicht geklärt.

Symptome eines Asthma-Anfalls

Bei einem Asthmaanfall kommt es zu akut auftretender Luftnot (Dyspnoe). Vor allem die Ausatmung ist erschwert und diese ist oft von pfeifenden Atemgeräuschen begleitet (exspiratorischer Stridor). Teilweise tritt Husten auf, auch in Form von Hustenanfällen. Bei Kindern ist Husten in der Regel das führende Symptom, daher wird hier die Diagnose „Asthma“ oft erst spät gestellt. Charakteristisch für Asthma ist das Fehlen von Symptomen im beschwerdefreien Intervall.

Zur Diagnose und Therapieüberwachung dient auch der PEF-Wert (peak expiratory flow). Dies ist der Maximalwert des Luftflussvolumens (Durchfluss) beim Ausatmen. Er dient als Indikator für den freien Querschnitt in der Luftröhre beim Ausatmen. Dieser Wert sinkt meist schon vor einem Asthmaanfall. Er wird mit einem „Peak-Flow-Meter“ gemessen, welches in verschiedenen altersangepassten Bauformen erhältlich ist.

Quellen: Wikipedia & Amboss

 

Weitere Informationen zum Thema:

Direkt zum Literaturnachweis

S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Asthma

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