Atemtherapie bei neuromuskulären Erkrankungen

 

Mögliche Folge einer neuromuskulären Erkrankung ist eine zunehmende Schwächung der Atemmuskulatur. Zu den Sekundärauswirkungen dieser Beeinträchtigung zählen:

 

  • Störungen des Ventilations-Perfusions-Verhältnisses
  • Sekretanhäufungen durch mangelnde körperliche Bewegung
  • zunehmende Steifigkeit der Lungen und des Thorax, wegen fehlender tiefer Atemzüge

 

Es sollte frühzeitig und konsequent auf eine unbehinderte Atmung geachtet werden, um eine ventilatorische Insuffizienz aufgrund der Ermüdung der Atemmuskulatur so lange wie möglich zu verzögern. Im Frühstadium der Grunderkrankung ist analog zu einer dynamischen Muskelbehandlung ein regelrechtes Training der Atem- und Atemhilfsmuskulatur angezeigt.


Im Spätstadium der Erkrankung ist ein Trainieren der Atemmuskulatur nicht mehr möglich. Der Behandlungsspielraum reduziert sich auf Maßnahmen, die die Atembewegung, die Sekretelimination und den Hustenmechanismus unterstützen.


Bei ventilatorischer Ateminsuffizienz sind Maßnahmen, die die Atembewegung extrem beanspruchen, kontraindiziert. Hier ist eine zeitweilige Ruhigstellung der Atemmuskulatur mit Hilfe eines Atemgerätes erforderlich.

 

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V.

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