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Cannabis-Therapie

Behandlung mit medizinischem Cannabis

Die Cannabis-Therapie ist eine medizinisch eingesetzte Behandlungsform, bei der Wirkstoffe der Cannabispflanze gezielt zur Linderung von Beschwerden eingesetzt werden. Sie kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn andere Therapieformen nicht ausreichend wirken oder nicht vertragen werden. Dieser Ratgeber erklärt verständlich, wie die Cannabis-Therapie wirkt, bei welchen Erkrankungen sie eingesetzt wird und was für Patientinnen und Patienten im Alltag wichtig ist.

 

Symptome und erste Anzeichen

Welche Beschwerden können eine Cannabis-Therapie sinnvoll machen?

Die Cannabis-Therapie wird nicht bei einer einzelnen Erkrankung eingesetzt, sondern zur Behandlung bestimmter Symptome. Dazu zählen vor allem chronische Schmerzen, Muskelverkrampfungen, neurologische Beschwerden sowie therapiebedingte Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Appetitlosigkeit.

Viele Patientinnen und Patienten berichten über anhaltende Schmerzen, Schlafprobleme oder eine eingeschränkte Beweglichkeit. Diese Symptome können den Alltag stark belasten und die Lebensqualität deutlich reduzieren, insbesondere bei chronischen oder neurologischen Erkrankungen.

Wann sollte ärztlich abgeklärt werden?

⚠️ Wichtig:
Die Cannabis-Therapie ist keine Erstlinientherapie. Sie wird in der Regel erst dann erwogen, wenn andere Medikamente nicht ausreichend wirken oder starke Nebenwirkungen verursachen. Eine ärztliche Abklärung ist immer notwendig, um Nutzen und Risiken sorgfältig abzuwägen.

Ursachen und Risikofaktoren

Warum wird eine Cannabis-Therapie verordnet?

Die Entscheidung für eine Cannabis-Therapie richtet sich nicht nach der Ursache einer Erkrankung, sondern nach der Art und Schwere der Beschwerden. Häufige Gründe sind chronische Schmerzen, Spastiken, neurologische Erkrankungen oder Nebenwirkungen anderer Therapien, etwa im Rahmen einer Krebsbehandlung.

Zu den bekannten Anwendungsgebieten zählen unter anderem Multiple Sklerose, chronische Schmerzsyndrome oder schwere Schlafstörungen. Auch bei Übelkeit und Appetitlosigkeit kann die Cannabis-Therapie unterstützend wirken.

Welche Risiken müssen berücksichtigt werden?

Bestimmte Vorerkrankungen erfordern besondere Vorsicht. Dazu gehören schwere psychische Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder eine bestehende Abhängigkeitserkrankung. Zudem müssen mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten berücksichtigt werden.

💡 Hinweis:
Eine ausführliche ärztliche Beratung hilft, die Cannabis-Therapie individuell anzupassen und sicher zu gestalten.

Verlauf und Anwendung im Alltag

Wie beginnt eine Cannabis-Therapie?

Zu Beginn der Cannabis-Therapie wird meist mit einer niedrigen Dosierung gestartet. Diese wird schrittweise angepasst, um eine ausreichende Wirkung zu erzielen und Nebenwirkungen möglichst gering zu halten. Der Verlauf ist individuell und hängt von den Beschwerden sowie der Darreichungsform ab.

Integration in den Alltag

Die Therapie kann zum Beispiel als Inhalation, Tropfen oder Kapsel erfolgen. Welche Form geeignet ist, entscheidet der behandelnde Arzt gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten. Im Alltag ist es wichtig, die Wirkung aufmerksam zu beobachten und Veränderungen offen zu besprechen.

⚠️ Hinweis:
Die Cannabis-Therapie kann das Reaktionsvermögen beeinflussen. Fragen zur Fahrtüchtigkeit oder zur beruflichen Tätigkeit sollten immer ärztlich geklärt werden.

Behandlungsmöglichkeiten und Lebensqualität

Welche Wirkung kann die Cannabis-Therapie haben?

Die Cannabis-Therapie ist eine ergänzende Behandlung und ersetzt keine medizinische Basistherapie. Sie kann jedoch dazu beitragen, Schmerzen zu lindern, Muskelkrämpfe zu reduzieren und den Schlaf zu verbessern. Viele Patientinnen und Patienten berichten über eine spürbare Entlastung im Alltag.

Kontrolle und langfristige Begleitung

Mögliche Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Schwindel oder Mundtrockenheit treten vor allem zu Beginn der Therapie auf. Deshalb ist eine regelmäßige ärztliche Kontrolle wichtig. Dosierung und Verträglichkeit werden fortlaufend überprüft und angepasst.

Eine gut begleitete Cannabis-Therapie kann helfen, den Alltag wieder aktiver zu gestalten und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

Quellen:

[1] Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) – „Cannabis als Medizin“, abrufbar unter https://www.bfarm.de (Abrufdatum: 17.12.2025)

,
[2] Bundesministerium für Gesundheit (BMG) – „Medizinischer Einsatz von Cannabis“, abrufbar unter https://www.bundesgesundheitsministerium.de (Abrufdatum: 17.12.2025)

,
[3] AWMF – S3-Leitlinie „Cannabis-basierte Arzneimittel“, abrufbar unter https://www.awmf.org (Abrufdatum: 17.12.2025)

,
[4] Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) – „Cannabis in der Schmerztherapie“, abrufbar unter https://www.dgschmerzmedizin.de (Abrufdatum: 17.12.2025)

Die Cannabis Therapie ist eine ärztlich verordnete Behandlungsform, bei der Wirkstoffe der Cannabispflanze sogenannte Cannabinoide gezielt zur Linderung bestimmter Beschwerden eingesetzt werden. In der modernen Medizin findet sie vor allem Anwendung, wenn etablierte Therapieoptionen nicht ausreichend wirksam sind oder nicht vertragen werden.

Ziel der Cannabis Therapie ist nicht die Heilung einer Grunderkrankung, sondern die Reduktion belastender Symptome und damit eine spürbare Verbesserung der Lebensqualität. Dieser Überblick erläutert verständlich, wie die Cannabis Therapie wirkt, bei welchen Krankheitsbildern sie eingesetzt wird und was für Patientinnen und Patienten im Alltag wichtig ist.

Symptome und therapeutische Zielsetzung

Die Cannabis Therapie richtet sich nicht an eine einzelne Diagnose, sondern an symptomatische Beschwerden, die bei unterschiedlichen Erkrankungen auftreten können. Besonders relevant ist sie bei chronischen therapieresistenten Symptomen.
Typische Beschwerden, bei denen eine Cannabis Therapie in Erwägung gezogen wird, sind:

  • chronische Schmerzen
  • Muskelspastiken und Muskelkrämpfe
  • neurologische Beschwerden
  • ausgeprägte Schlafstörungen
  • therapiebedingte Übelkeit oder Appetitlosigkeit
  • schwere Erschöpfung Fatigue

Viele Patientinnen und Patienten berichten über eine erhebliche Einschränkung im Alltag, etwa durch anhaltende Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit oder mangelnde Erholungsfähigkeit. Gerade bei chronischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Tumorerkrankungen oder schweren Nervenschädigungen können diese Symptome langfristig belastend sein.

Wichtig:
Die Cannabis Therapie ist keine Erstlinientherapie. Sie wird in der Regel erst dann eingesetzt, wenn andere Behandlungsansätze nicht den gewünschten Erfolg bringen oder mit relevanten Nebenwirkungen verbunden sind. Voraussetzung ist immer eine sorgfältige ärztliche Indikationsstellung.

 

Wirkweise Indikationen und Risikofaktoren

Die therapeutische Wirkung von medizinischem Cannabis beruht auf der Interaktion der Cannabinoide mit dem Endocannabinoid System des menschlichen Körpers. Dieses System ist unter anderem an der Regulation von Schmerzempfinden Muskelspannung Appetit Schlaf und Stimmung beteiligt.

Typische Anwendungsgebiete

Eine Cannabis Therapie kann unter anderem erwogen werden bei:

  • chronischen Schmerzsyndromen
  • Spastik bei Multipler Sklerose
  • therapieresistenter Epilepsie bestimmter Formen
  • tumorbedingten Schmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen unter Chemotherapie
  • schwerer Appetitlosigkeit oder Gewichtsverlust

Risikofaktoren und Kontraindikationen

Nicht alle Patientinnen und Patienten sind für eine Cannabis Therapie geeignet. Besondere Vorsicht ist geboten bei:

  • schweren psychischen Erkrankungen
  • bestehenden Herz Kreislauf Erkrankungen
  • früheren oder bestehenden Abhängigkeitserkrankungen
  • gleichzeitiger Einnahme bestimmter Medikamente

Auch mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln müssen berücksichtigt werden. Eine engmaschige ärztliche Begleitung ist daher essenziell.

Hinweis
Eine ausführliche ärztliche Beratung hilft, Nutzen und Risiken individuell abzuwägen und die passende Therapieform zu wählen.

 

Verlauf der Therapie und Anwendung im Alltag

Der Beginn einer Cannabis Therapie erfolgt in der Regel nach dem Prinzip start low go slow. Die Dosierung wird niedrig angesetzt und schrittweise angepasst, um eine gute Verträglichkeit zu gewährleisten und Nebenwirkungen zu minimieren.
Die Therapie kann in unterschiedlichen Darreichungsformen erfolgen, zum Beispiel als Inhalation, orale Tropfen oder Kapseln und andere standardisierte Arzneiformen.

Welche Form geeignet ist, hängt von der Symptomatik, der gewünschten Wirkungsdauer und den individuellen Lebensumständen ab. Viele Patientinnen und Patienten berichten nach einigen Wochen über eine spürbare Verbesserung von Schmerzintensität Muskelspannung oder Schlafqualität.

Im Alltag ist es wichtig, die Wirkung aufmerksam zu beobachten und Veränderungen zu dokumentieren. Themen wie Fahrtüchtigkeit Berufsausübung oder Reaktionsfähigkeit sollten offen mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden.

 

Lebensqualität Vorteile und ärztliche Begleitung

Die Cannabis Therapie versteht sich als ergänzende Maßnahme innerhalb eines ganzheitlichen Behandlungskonzepts. Sie ersetzt keine Basistherapie, kann jedoch dazu beitragen, Beschwerden zu lindern und den Alltag wieder aktiver zu gestalten.

Mögliche positive Effekte

  • Reduktion chronischer Schmerzen
  • Linderung von Muskelkrämpfen und Spastik
  • Verbesserung von Schlaf und Appetit
  • gesteigerte Beweglichkeit
  • höhere Belastbarkeit im Alltag

Nebenwirkungen und Nachsorge

Gerade zu Beginn der Therapie können Nebenwirkungen auftreten. Dazu zählen Müdigkeit, Schwindel, Mundtrockenheit und Konzentrationsveränderungen.
Diese sind häufig dosisabhängig und lassen sich durch Anpassung der Therapie gut kontrollieren. Eine regelmäßige ärztliche Verlaufskontrolle ist entscheidend, um Wirksamkeit Verträglichkeit und Dosierung fortlaufend zu überprüfen.

Hinweis:
Eine strukturierte Nachsorge erhöht die Therapiesicherheit und unterstützt eine langfristig erfolgreiche Anwendung.

Fazit

Die Cannabis Therapie bietet für ausgewählte Patientinnen und Patienten eine zusätzliche therapeutische Option, wenn konventionelle Behandlungen nicht ausreichend wirken. Bei sorgfältiger ärztlicher Indikationsstellung und regelmäßiger Begleitung kann sie dazu beitragen, Symptome zu lindern und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

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FAQ | Cannabis-Therapie

Eine Cannabis-Therapie kann sinnvoll sein, wenn schwerwiegende Symptome wie chronische Schmerzen, Spastiken, Übelkeit oder Appetitlosigkeit bestehen und andere anerkannte Therapien nicht ausreichend wirksam waren oder nicht vertragen wurden.

Quelle: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Cannabis als Medizin – Informationen für Patientinnen und Patienten, https://www.bfarm.de (Abrufdatum 17.12.2025)

Voraussetzung für eine Cannabis-Therapie ist eine schwerwiegende Erkrankung, bei der eine Standardtherapie nicht ausreichend hilft oder nicht angewendet werden kann. Die Verordnung muss ärztlich begründet und dokumentiert werden.

Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA), Arzneimittel-Richtlinie §31 Absatz 6, https://www.g-ba.de (Abrufdatum 17.12.2025)

Für eine Cannabis-Therapie müssen relevante, therapieresistente Symptome vorliegen, zum Beispiel starke chronische Schmerzen, Muskelverkrampfungen, Übelkeit bei Chemotherapie, Appetitverlust oder ausgeprägte Schlafstörungen.

Quelle: BfArM, Informationen zu cannabishaltigen Arzneimitteln, https://www.bfarm.de (Abrufdatum 17.12.2025)

Eine Cannabis-Therapie kann in Betracht gezogen werden, wenn eine Verbesserung der Symptome zu erwarten ist und andere Behandlungsoptionen ausgeschöpft sind. Die Entscheidung trifft immer die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS), Stellungnahme zur Cannabis-Therapie, https://www.dgschmerzmedizin.de (Abrufdatum 17.12.2025)

Für eine Cannabis-Therapie gibt es keine feste Krankheitsliste. Häufige Einsatzgebiete sind chronische Schmerzsyndrome, Multiple Sklerose, Tumorerkrankungen, schwere neurologische Erkrankungen oder therapieresistente Übelkeit.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Cannabis als Medizin, https://www.bundesgesundheitsministerium.de (Abrufdatum 17.12.2025)

Eine Cannabis-Therapie wird in der Regel nicht begonnen, wenn mildere Erkrankungen vorliegen, ausreichend wirksame Alternativtherapien bestehen oder medizinische Gegenanzeigen gegeben sind.

Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA), Arzneimittel-Richtlinie – Cannabis-Therapie, https://www.g-ba.de (Abrufdatum 17.12.2025)

Der Weg zur Cannabis-Therapie führt über ein ärztliches Gespräch, eine medizinische Prüfung der Voraussetzungen und – bei gesetzlich Versicherten – häufig über einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse.

Quelle: BfArM, Cannabis als Medizin in Deutschland, https://www.bfarm.de (Abrufdatum 17.12.2025)

Eine Cannabis-Therapie kann für Patientinnen und Patienten mit schweren, chronischen oder lebensqualitätsmindernden Erkrankungen verordnet werden, wenn eine positive therapeutische Wirkung zu erwarten ist.

Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA), Beschluss zur Cannabis-Therapie, https://www.g-ba.de (Abrufdatum 17.12.2025)

Eine Cannabis-Therapie ist nicht automatisch verfügbar. Sie erfordert eine sorgfältige medizinische Abwägung, eine ärztliche Verordnung und häufig die Zustimmung der Krankenkasse.

Quelle: Bundesärztekammer, Hinweise zur Cannabis-Therapie, https://www.bundesaerztekammer.de (Abrufdatum 17.12.2025)

Die Kosten einer Cannabis-Therapie variieren je nach Präparat, Dosierung und Behandlungsdauer. Bei genehmigter Kostenübernahme durch die Krankenkasse werden die Kosten in der Regel erstattet, ansonsten müssen sie selbst getragen werden.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Kosten der Cannabis-Therapie, https://www.bundesgesundheitsministerium.de (Abrufdatum 17.12.2025)
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